Dienstag, 25. April 2017

der Hund ist was er frisst - Welpen roh füttern

lange Zeit haben wir Anfang der 2000er Jahre unsere Hunde roh gefüttert. Rohes Fleisch+Obst und Gemüse ...mit und ohne Trockenfutter.
Dann folgte eine Zeit in der "BARF" in Mode kam und wir leider einige schlechte Futtermittel erwischten, teils mit Lebensmittelfarben gefärbtes Fleisch geliefert bekamen. Dann ging eine Tiefkühltruhe kaputt und wir stellten um auf Dose+Trockenfutter.
Nun haben wir wieder einige gute Lieferanten für frisches Fleisch und der Effekt ist wirklich sehr gut. Akzeptanz der Ration ist sehr gut....der Output ebenfalls, sogar die ganz Kleinen profitieren davon und präsentieren sehr wohlgeformte kleine Köttelchen....sorry... bitte wegschauen wer sich ekelt..
Köttelchen von 2 frisch gefütterten 4 Wochen alten Samojedenwelpen 




Wer nur 1-2 Hunde füttern muss sollte das Fleisch auch beim Metzger seines Vertrauens kaufen, es ist nicht schwierig zusammen zu stellen.
Simpel gesagt reicht 25g/Kg Körpergewicht aus, Fette gerne naturbelassen, dazu Lebertran oder 80-100 Gramm Leber auf die Woche verteilt für einen erwachsenen Samojeden. (auf einmal flutscht es manchmal zu schnell durch den Darm daher verteile ich es gut auf die Rationen). Wer keine Knochen füttern möchte oder wenn sie nicht vertragen werden kann man als Mineralienzusatz Algenkalk (Lithothamnium calcareum) dazu geben. Zu Fleisch ca 5g per 1Kg und zu Herz 7Gr per 1 Kg. Gemüse und Obst immer fein pürieren sonst wird es nicht verwertet. Mag der Hund kein Grünzeug oder hat eine Pankreasstörung,  kann man es auch weglassen. Ich füttere gerne durchwachsenes Fleisch denn zu fettarmes Muskelfleisch hat wenig Energie. Flocken, Kartoffeln und oder Nudeln kann man füttern wenn Hundi es verträgt und mag, muss man aber nicht unbedingt. Ich füttere ca 80% Fleisch und 20 % Obst+Gemüse. Ein grosser Hund bekommt ca 2-4% auf sein Körpergewicht bezogen davon am Tag. Welpen 4-6% vom KG. Im Prinzip wächst ein Welpen von 3 Monaten in seine erwachsenen Portion hinein...wir füttern grosse Welpen ab 3 Monaten 2x am Tag, die Kleinen 3-4 Mal. Unsere Erwachsenen im Sommer 1x am Tag, im Winter 2x.
Kräuter kann man geben, gerne Majoran und Thymian sowie Oregano...aber auch andere Küchenkräuter. ein Eigelb ist auch immer lecker.
bei Zugabe von Öl immer auf naturbelassene Öle zurückgreifen, teste aus ob der Hund es mag und verträgt...ich nehme am liebsten fetteres Fleisch.

Freitag, 7. April 2017

Koprophagie und Mikrobiom


Koprophagie und das Mikrobiom

viele Menschen finden es äusserst ekelig wenn ihre Hunde den eigenen oder den Kot anderer Hunde oder Tiere fressen. Ich habe mich oft damit beschäftigt, wie man das z.B. verhindern kann usw. und ob dies auch notwendig ist. Klar ist natürlich dass man die Hinterlassenschaften der eigenen Hunde wegräumen muss damit es sich nicht an einem Ort ansammeln kann. Das Phänomen des Kotfressens wurde schon mit vielen Dingen erklärt ohne dass der wirkliche Grund für mich schlüssig erwiesen wurde. Dass wir es unangebracht finden heisst ja nicht dass es für die Tiere ein sinnloses Verhalten darstellt. Acu das sog. Erdefressen wird nicht nur bei Haushunden, sondern auch bei Wildcaniden beobachtet (z.B. New Guinea Singing Dogs)

Das Mikrobiom bezeichnet im weiteren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen oder andere Lebewesen (z. B. Regenwürmer, Reptilien, Rinder) besiedelnden Mikroorganismen. (wikipedia)
Mikroorganismen sind u. a. Bakterien und Viren, die wir unter dem Begriff Krankheitserreger kennen, doch nicht alle dieser Lebewesen machen tatsächlich krank, einige wie z.b. die Bakteriophagen (Viren) eliminieren gezielt bestimmte krankheitserregende Bakterien, sogenannte Effektive Bakterien gehören wie rechtsdrehende Milchsäure Bakterien werden als gesundheitsfördernd betrachtet. Die intestinale, also innere Flora des Darmes bei Mensch und Tier machen den grössten Teils des Mikrobiom aus.
Ich vermute dass Hunde durch Kotfressen, Erde aufnehmen und natürlichem Wasser aus der Umwelt die Diversität ihres intestinalen Mikrobioms erhöhen (wie auch im Kontakt mit Artgenossen und dem Menschen). Fatal wird dies nur wenn sie dafür z.B. nur Hinterlassenschaften von Tieren aufnehmen deren Mikrobiom selbst krank ist. Man weiss heute dass eine natürliche Ernährung bei uns Menschen die Diversität unserer Darmflora befördert. Das ist wohl für den Hund ähnlich. Das intestinale Mikrobiom von Hunden die nicht artentsprechend ernährt werden kann krank sein. Es gibt Hinweise darauf dass die Darmflora von Hunden die einen hohen Fleischanteil in ihrer Nahrung haben gesünder ist als bei Hunden die eine Diät mit wenig Fleischanteil erhalten. Die beteiligten Bakterien z.B. sind vielfältiger https://peerj.com/articles/3019/
Pestizide, Herbizide und andere in unsere Umwelt und unsere Nahrungsquellen eingebrauchte Stoffe stören Mikrobiom und Immunsystem. (daher füttern wir selbst z.b. Klinoptilolith und keinen Pansen von Nutztieren aus konventioneller Mast).
Bakterophagen sind Viren die sich auf spezielle Bakterien spezialisiert haben und von diesen Leben. Darunter sind auch krankheitserregende Bakterien wie z.b. MRSA. Bakteriophagen finden sich in Gewässern, im Boden und auf Fleisch. Ich vermute dass Hunde Phagen aus natürlichen Quellen wie Gewässern und Boden aufnehmen.